Lernbauernhof Maurer

Tipps für Kid´s

Bauerngarten
Bauerngarten

Grubber und Phlox, Pommes und Apfelsaft

Wenn Sie und Ihre Kinder Ersteres nicht kennen und das Zweite lieben, sollten Sie sich die Zeit für einen Besuch auf dem Lernbauernhof Maurer im Bad Homburger Ortsteil Ober-Eschbach nehmen. 

Es erwartet Sie kein „normaler“ landwirtschaftlicher Betrieb, sondern das erfolgreiche Beispiel eines umstrukturierten Hofes, der es sich mit viel Engagement zur Aufgabe gemacht hat, seinen Besuchern durch Erklärungen und Führungen verbunden mit Beobachtung und Selbsttätigkeit eine aktive Auseinandersetzung mit und Erfahrung der Landwirtschaft zu bieten.

Traktor
Traktor

Also:ein Grubber ist eine landwirtschaftliche Maschine und lockert die Erde auf, arbeitet Pflanzenreste oder organischen Dünger in den Boden ein und wird auch zur mechanischen Unkrautbekämpfung eingesetzt.Zu sehen ist das Gerät im Maschinenpark des Lernbauernhofes. 


Der Phlox ist eine weiß blühende Blume aus dem traditionell angelegten Bauerngarten, der neben Blumen unterschiedlichster Art auch Gemüse und Arzneipflanzen beherbergt

Pommes wuchsen mal als Kartoffelknolle in der Erde und für den Apfelsaft presst im Herbst die Kelter den Saft aus den heimischen Äpfeln der Streuobstwiesen.

Text: Susanne Eichel / Fotos: FXVISION

Grillplatz
Grillplatz

Warum ein Lernbauernhof?
Stadtkindern ist die Welt von Stall und Feld oft fremd geworden.Keine gute Entwicklung, dachte sich Anfang der neunziger Jahre der damalige Arbeitskreis umweltgerechte Landwirtschaft der Stadt Frankfurt und machte sich auf die Suche nach einem geeigneten stadtnahen Hof, der sich mit der Idee anfreunden konnte, Landwirtschaft nicht nur zu betreiben, sondern auch zu erklären. Fündig wurde der Arbeitskreis in Ober-Eschbach. Hier stand die Familie Maurer kurz davor, ihren seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz befindlichen Betrieb dicht zu machen, der Kleinbetrieb mit ca. 40 Hektar Land hatte in seiner damaligen Form keine Überlebenschance mehr. Gerhard Maurer sah hier die Möglichkeit zum Weitermachen – er tat sich mit dem Arbeitskreis zusammen. 1998 gründete sich ein Trägerverein, der heute 32 Mitglieder aufweist. Er finanziert Projekte wie z.B. den Erwachsenen-Lehrpfad auf dem Hof und setzt sich insgesamt für die Erhaltung des Betriebes als Lernbauernhof ein. Die Idee wurde ein durchschlagender Erfolg, der Andrang von Kindergarten- und Schulkindern ist riesig, ca. 4000 Kinder sind es pro Jahr, die den Hof besuchen.

Dazu kommen noch unzählige Privatbesucher, zumeist Familien, oft am Wochenende und mit dem Fahrrad aus der näheren Umgebung.

Apfelsorten
Apfelsorten

Was bietet der Lernbauerhof?
Für organisierte Gruppen gibt es altersgerechte Führungen (Dauer: halbtags oder auch 2 Tage), für die eine frühzeitige Anmeldung angeraten ist.Zusätzlich steht den Besuchergruppen die 1998 umgebaute Hälfte des früheren Kuhstalls als Seminarraum mit Küche zur Verfügung. Lernen und Selbsttätigkeit der Kinder finden hier nach dem Melken der Kühe, dem Sammeln von Eiern und dem Mahlen von Weizen ihren Höhepunkt im Backen von Pfannkuchen – ein seltenes Bio-Allround-Angebot für Stadtkinder. Aber auch ohne Anmeldung kann man sich über die Arbeit des Lernbauernhofes informieren: ein durchgehend geöffneter Lern- und Erlebnispfad lädt über 14 Stationen zur kostenfreien Erkundung ein.Anschauliche Erklärungstafeln erläutern die landwirtschaftliche Arbeit und ihre Maschinen, die Streuobstwiesen und den Bauerngarten: hier kann durch Text und Bild der „Sinn der Landschaft“ erfahren werden. Doch der Lernbauernhof würde seinen Namen nicht verdienen, wenn er nicht auch „den Sinnen eine Landschaft“ geben würde – der Kontakt zu den Tieren ist gewollt hautnah, hier kann nach Herzenslust gestreichelt werden: das seidige Fell kleiner Häschen und die widerstandsfähige Wolle der Schafe auf der Weide. Und wer weiß schon wirklich, wie rau die Zunge einer Kuh wirklich ist?

Text: Susanne Eichel / Fotos: FXVISION

Wie nehme ich Kontakt auf?
Terminvereinbarung und Anmeldung: Familie Maurer - Lernbauernhof
Bienäcker 4 61352 Ober-Eschbach
Tel/Fax.: 06172/42208 

www.lernbauernhof-rhein-main.de

Termine, die nicht wahrgenommen werden können bitte spätestens 14 Tage vorher absagen. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen wird der Gruppen-Mindestbeitrag (30,-Euro) fällig.

Kosten:
je Halbtag (3 h)
Für Kindergärten 3,-- Euro pro Kind
Für Schulklassen 3,-- Euro pro Kind
Erwachsenengruppen 5,-- Euro pro Person
Mindestbeitrag pro Gruppe 30,-- Euro

Bei Gruppen sind 2 erwachsene Begleitpersonen frei.

Einzelbesucher bitte in der Zeit von 9-12 und 14-18 Uhr.

Sturm, starker Regen und Gewitter sind übrigens die einzigen Gründe zur kurzfristigen Schließung des Parks.

Ansonsten ist von Frühjahr bis Herbst an den Wochenenden

(und Freitag ab 13 Uhr) von 10 bis max. 19 Uhr geöffnet,
während der hessischen Ferienzeiten täglich von 10 bis 19 Uhr.

Für Gruppen ab 15 Personen gibt es auf Anfrage Sonderöffnungszeiten.  

Die Eintrittspreise werden für 3 Stunden berechnet: 
Kinder bis 11 Jahre:          10 €
Schüler / Studenten:         12 €
Erwachsene ab 18 Jahre:   15 €   

Kinder und Schüler benötigen je nach Alter erwachsene Kletterer als Betreuer/Begleiter.  

Für Schulklassen, Gruppen und Geburtstagskinder gibt es Ermäßigungen. 

Weitere Angebote sind die 10er Card und über E-Mail bestellbare Gutscheine.

Wie komme ich hin?  

1.   Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
      U 2 Haltestelle Ober-Eschbach, ca. 15 min. Fußweg: über Kalbacher Str.
     -Langwiesenweg - 
      Peterhofer  Str. - Bienäcker Nr. 4oder vom Bahnhof Bad Homburg mit den
      Buslinien 2 oder 12 bis Haltestelle Albin-Göhring-Halle, von dort noch 400 Meter.  

2.   Mit dem Fahrrad über die örtlichen Radwege, der Beschilderung „Lernbauernhof“
      folgend.   

3.   Mit dem PKW
      PKW - Anfahrt über Pfarrbornweg bis zum Feldrand, dann rechts in den Bienäcker.