Ausflugstipps im Taunus

Kletterwald Taunus

Kletterwald Taunus

Info Ausflugstipps im Taunus

Kletterwald Taunus
Kletterwald Taunus

Kletterwald Taunus (Klettern im Taunus) Kletterpark

Es ist heiß. Die Sonne brennt durch das grüne Blätterdach der hohen Bäume und sprenkelt den Boden tief unter mir mit hellen Lichtern. Die Plattform auf halber Baumhöhe ist schmal und ich drücke mich eng an den rauen Stamm, die Karabiner meines Klettergurts klicken in das Sicherungsseil. Ein Schweißtropfen läuft unter dem Helm heraus in mein Gesicht, ich wische ihn mit meinen vom Stahlseil schwarzen Fingern ab. Die wacklige Hängebrücke habe ich bereits überquert, danach ging es über eine lange Seilrutsche von einem Baumwipfel zum nächsten.

Ich konzentriere mich auf das was vor mir liegt: ein herabhängendes dickes Tau als einzige Möglichkeit, den tiefen Abgrund zu überqueren. Ich ziehe es zu mir heran, klicke mich mit meinem Gurt in die dafür vorgesehene Halterung ein, sichere mit beiden Karabinern, ergreife das Tau fest mit beiden Händen und stoße mich ab – für einen Moment bin ich Jane, alleine im Urwald – bis mich auf der anderen Seite mein grinsender Junior-Tarzan in Empfang nimmt: „Na Mama, auch schon da?“.

So habe ich es erlebt, das Abenteuer „Kletterwald“, in dem von dem Hofheimer Unternehmen „Forest Adventures“ im Frühjahr 2007 eröffneten Kletterpark in Friedrichsdorf/Seulberg im Taunus.

Kletterpark Taunus
Kletterpark Taunus

Es ist nicht der einzige Kletterpark dieses Unternehmens, weitere sind über Deutschland verteilt, aber dieser hier ist die landesweit höchste Anlage und verspricht den ganz besonderen Kick beim Sonntagsausflug.

Das Angebot wird gerne angenommen, an einem schönen Sommertag tummeln sich 200 bis 400 Gäste zwischen Seiser Alm, Mont Blanc und K2. So sind 3 der inzwischen 6 Parcours verschiedener Schwierigkeitsstufen benannt. Je nach Sportlichkeit, Risikofreude und auch Alter (Mindestgröße jedoch 1,20 m) kann man sich bis in die höchsten Wipfel vorarbeiten.

Der Einstieg jedes Parcours ist mit einer Tafel farb- und namentlich entsprechend dem Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet.

Sind die Karabiner eingeklickt, geht es zunächst über eine Leiter nach oben. In luftiger Höhe erwarten den Kletterer Holzplattformen an Bäumen in unterschiedlicher Höhe von 2 bis 16 Metern. Absolutes Highlight ganz oben ist die 130 m lange Riesenrutsche. Der vorgegebene Weg ist voller Hindernisse: Seilrutschen, Hängebrücken, Wackelbalken, verschiedene Netzverbindungen sowie Tarzansprünge und Schwünge gilt es zwischen den Plattformen zu überwinden.

Text: Susanne Eichel / Fotos: FXVISION

So abenteuerlich das klingen mag – es handelt sich keinesfalls um wildes unkontrolliertes Free Climbing. Bei der Anmeldung wird jeder mit passender Kletterausrüstung (Helm, Sitzgurt, 2 Seile mit Karabinern und eines mit einer Vorrichtung zum Einhängen in die Seilrutschen) ausgestattet.

Es folgt eine ausführliche Sicherheitseinweisung durch geschultes Personal und das Kletterprinzip wird in einem gesonderten Einführungsparcours demonstriert. Hier müssen die Besucher das gerade Gelernte beim Vorklettern unter Beweis stellen, dann werden sie mittels der Selbstsicherung eigenverantwortlich in den Parcours entlassen.

Jetzt heißt es: los geht’s und viel Spaß auf eurer Kletterrunde!

Allerdings hat das Personal stets ein waches Auge auf das Treiben über sich: sollte sich jemand regelwidrig verhalten und die Sicherung vernachlässigen, greifen die Trainer ein und zeigen dem Übeltäter die „gelbe Karte“: er bekommt einen orangefarbigen Helm. Bei einem weiteren Vergehen folgt als „rote Karte“ der Verweis aus dem Kletterwald. Die Trainer sind auch Retter in der Not, wenn einen Gast der Mut verlässt: schnell ist eine Leiter geholt und der Weg nach unten ist frei.

Über Leitern können übrigens auch im Falle eines rasch heraufziehenden Gewitters alle Kletternden innerhalb von 15 Minuten zu ihrer eigenen Sicherheit von den Bäumen „gepflückt“ werden.

Sturm, starker Regen und Gewitter sind übrigens die einzigen Gründe zur kurzfristigen Schließung des Parks.

Ansonsten ist von Frühjahr bis Herbst an den Wochenenden

(und Freitag ab 13 Uhr) von 10 bis max. 19 Uhr geöffnet,
während der hessischen Ferienzeiten täglich von 10 bis 19 Uhr.

Für Gruppen ab 15 Personen gibt es auf Anfrage Sonderöffnungszeiten.  

Die Eintrittspreise werden für 3 Stunden berechnet: 
Kinder bis 11 Jahre:          10 €
Schüler / Studenten:         12 €
Erwachsene ab 18 Jahre:   15 €   

Kinder und Schüler benötigen je nach Alter erwachsene Kletterer als Betreuer/Begleiter.  

Für Schulklassen, Gruppen und Geburtstagskinder gibt es Ermäßigungen. 

Weitere Angebote sind die 10er Card und über E-Mail bestellbare Gutscheine.

Der Kletterpark liegt etwas außerhalb von Friedrichsdorf beim Sportzentrum Seulberg
(hier sind auch Parkplätze vorhanden) in der Landwehrstraße 6 und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen
(S 5 Friedrichsdorf-Seulberg, 5 Min. Fußweg Richtung Sportzentrum).

Der Sportlichkeit des Events angemessen ist aber auch immer die Anfahrt mit dem Fahrrad! 

Weitere Infos und Kontakt unter: 
www.kletterwald-taunus.de/ 
info@kletterwald-taunus.de 

Der Kletterwald Friedrichsdorf ist telefonisch nicht direkt erreichbar, für dringende Anfragen gibt es eine Handy-Nummer des Unternehmens: 0178- 761 8640